Studium der Biologie, Chemie und Physik;
Forschung am Institut für Luft- und Raumfahrt;
Habilitation in Anatomie, Histologie, Neurobiologie;
Forschungsaufenthalte am Biophysikal. MPI in Göttingen;
seit 1979 Uni Bielefeld, Fakultät für Biologie als Leiterin
des Instituts für Neuroanatomie und Humanbiologie;
seit Mitte der 80iger Lern- und Psychoseforschung am Tiermodell.
Vielenorts wird heutzutage im Rahmen der Bildungsreformen die Rechnung ohne den Wirt (und das ist das Gehirn des Kindes) gemacht, d.h. man will Kinder fördern und überfordert sie dabei blindlings. Stichworte aus der aktuellen Hirnforschung möchten einen hirngerechten Umgang mit Kindern einfordern:
Das Gehirn entwickelt sich als ein hochkomplexes Ökosystem, das eine bestimmte Organisationsform nur vorübergehend bekleidet und sukzessiv zu neuen Stufen fortschreitet – und das im Kindesalter mit höchster Dynamik. Antrieb des andauernden Umformungsgeschehens sind reifende Nervennetze für die Entwicklung von Bewegung, Emotion und Motivation. Es wird im Vortrag dargelegt, wie die Persönlichkeitsentfaltung eines Kindes ganz wesentlich von den Umwelten in Elternhaus und Kindergarten abhängt und wie das Kind in den einzelnen Etappen der Hirnreifung gefördert werden kann. Dabei gilt es unbedingt kritische Reifungsschritte für Teilfunktionen zu berücksichtigen.
Konkret lässt sich aus der Hirnforschung ableiten, daß L e r n e n und E n t w i c k l u n g die zwei Seiten einer einzigen Medaille sind und alles darauf ankommt, die zeitlichen und räumlichen Reifungssequenzen von Transmittern mit ihrer trophischen Wirkung generell und individuell besser zu erkennen, um Chancen und Risiken jeder individuellen Kindesentwicklung abschätzbar zu machen. Darüber wird im Vortrag ausführlich berichtet.
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